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Die Kirche

Von Jacques Godefroy

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Unsre Kirche ist dem hl.Etienne geweiht.Dieser Namensgebung lässt daruf schliessen, dass es sich um ein sehr altes Gebäude handelt,vielleicht schon aus der Zeit der Christianisierung der Gegend von Apt.. Beim Studium alter Gemeindebeschlüsse stößt man auf eineige wesentliche Ereignisse in der Geschichte unserer Kirche. Zahlreich Beerdigungen fanden selbst im Inneren der Kirche statt. Diese Tatsache führte zu einigen Schwierigkeiten. Ein Beschluss vom 18.8.1629 sagt folgendes:Der Herr Vicar des besagten Ortes beklagt sich, dass die kirche an besagtem Ort schlecht geeignet ist. Sie müsste abgedichtet werden, bzw. es müsste ein neuer Friedhof angelegt werden wegen des schlechten Geruchs, den die in der Kirche Beerdigten verbreiten, sonst könnten hl. Handlungen nicht mehr vorgenommen werden. Einstimmig wurde beschlossen, die Kirche abzudichten ; jeder solle seinen Platz abdichten so gut es ginge. - Man kann daraus sicherlich schliessen, dass damals der Boden der Kirche aus gestampftem Lehm bestand. - Es wurden aber nicht alle Verstorbenen in der Kirche beerdigt. Die Bemerkungen, die sich bezügl. der Beerdigung in den alten Registern finden, geben keine Begründung, warum die einen in der Kirche, die anderen auf dem Friedhof bestattet wurden. Es scvhien nicht vom sozialen oder wirtschaftlichen Stand abzuhängen. Die letzten zwei in der Kirche Beerdigten waren ein Konsul und ein Pfarrer :
- Sieur Joseph PELLENC, erster Konsul, verstorben im Alter von etwa 50 Jahren, beerdigt am 8. Januar 1749.
- Joseph ROUSTAN, Priester und Prior von Boisset de Castillon, beerdigt am 8. Mai 1751. Anderer sets war übrigens zu dieser Zeit der Friedhof "geheiligte Erde", in der nur Christen begraben wurden. So wurde Joseph MAYOL, der in Alter von 50 J.nach Verweigerung der Sakramente verstarb,die Beerdigung auf dem Pfarrfriedhof versagt. Er wude am 1.2.1750 auf seinem Land Ranquet beigesetzt. das ist aber auch der einzige in den Akten auffindbare Fall dieser Art. Am 1.Januar 1658 beschließt die Gemeinschaft, die Kirche zu vergrößern, da die Menge sich während der Gottesdienste dermaßen drängt, dass der Ablauf gestört ist. Mit den Arbeiten wird Espérit Régnier betraut, Maurermeister aus Saignon. Am 7.2.1658 wird der Vertrag vor dem Notar Maître Almaric geschlossen. Durch ein großes Glück sind die Notariatsakten in den Archiven des Departement in Avignon unter der Nr.3E63 n° 74 erhalten. (Der vollständige Text in Alt-französisch ist im französischen Teil der Webseite zu lesen.) Im Vertrag wird nicht nur das Bauvorhaben beschriebe, sondern auch die Bauzeit (7 Monate), wer welches Material liefert und die Art der Bezahlung (1 Drittel zu Beginn, 1 Drittel bei Halbzeit und ein Drittel nach Abschluss der Arbeiten). Dieser Vertrag sagt auch, dass die Kirche bisher eine flache Sakristei hatte und der große Steinbogen sowie der Chor mit seinen zwei Fenstern, von denen jenes nach Norden beim Bau der Sakristei in eine Nische verwandelt wurde, auf das Jahr 1658 datiert werden können.
- April 1673 : die geforderte Erneuerung des Pflasters scheint nicht erfogt zu sein
- 1.1.1684 wird gesagt das die Kirch an den großen Feiertagen zu klein ist. Die Tribüne droht einzustürzen, sie zu verändern gäbe Raum und Licht. Nachdem der Prior Ende 1685 die nötigen 50 Pfund für die Erneuerung der Tribüne gegeben hat, kann angenommen werden- ohne dass es bewiesen ist- dass die Arbeiten 1686 erfolgten.
- Ende 1688 um denAltar des hl. Rosaire zu errichten wird die Kanzel abgerissen. Eine neue aus holz, ohne Miniaturen, wird am
- 1.1 1689 aufgestellt.
- gegen 1715 Erneuerung des Pflasters
- 1737 Anbringen der ersten Uhr
- 1772 Die Kapellen auf der Südseite sind verfallen. Sie werden abgerissen und mit weniger Tiefe wiederaufgebaut. Dadurch ist der Durchgang in der Gase südl. der Kirche breiter.
- 1773 - 1777 Errichtung der Sakristei und vielleicht auch der Partie an der Nordseite der Kapelle der weißen Büßer genannt wird, wo der Altar von Notre-Dame des Aumades aufgestellt wurde.
- 1858 Verkleidung des Chors mit Nußholz.
- 1875 – 1878 Errichtung von Kapellen an der Nordseite. Der kammartige Turm mit zwei Glocken, der 1902 seinen verfallenen Vorgänger ersetzte, wurde am 6.12.1945 durch einen starken Mistral zerstört. An seine Stelle trat die jetzige kleine Glockenhalterung. Das waren die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte unserer Kirche. Die allgemeine Abwendung vom Christentum ist der Grund für die rückläufige Zahl der Kirchgänger. Nur bei Beerdigungen füllt sich die Kirche noch mit Gläubigen.

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